• 2014 TSW Motte

Müde High-Tech Motten

Die ersten beiden Tage erlaubten keine Wettfahrten, weil die Motten nur noch segeln wollen, wenn sie Ihren Bootsrumpf aus dem Wasser heben können.

Für Verwirrung sorgte der "Sprecher der Motten für Österreich", der etliche seiner Angaben, die er zur Ausschreibung festgelegt hatte, gleich wieder abgeändert haben wollte. Besser wäre es für eine Klasse, sich bei der Erstellung zur Ausschreibung im Klaren zu sein, was sie eigentlich will. Vielleicht wäre es doch ein gangbarer Weg, endlich eine Klassenvereinigung zu gründen und ordentliche Richtlinien zu erarbeiten.

Es gab ständig Meinungsverschiedenheiten unter den Seglern, die in einer fragwürdigen Aktion gipfelten. So wurde von einigen Teilnehmern ein Segler daran gehindert rechtzeitig zu starten, womit eine Wettfahrt nicht zu Stande kam ... Nun liegt ein Protest nach Regel 69 (Behauptung groben Fehlverhaltens) vor.

Ach ja gesegelt wurde auch. Am Sonntag gab es dann schönen Südwind, bei dem die Motten ins "Fliegen" kamen. Hier konnten die Segler ihre Akrobatik ausspielen um ihre High-Tech-Boote auf den Foils gleiten zu lassen. Lautlos flitzten sie über den See bei schöner Morgenstimmung - und das in einer Geschwindigkeit, wie man sie bei Segelbooten nicht vermuten würde! Ein atemberaubender Anblick!

Allerdings: der Start war für 7:00 Uhr angesetzt. Als um 7:10 gestartet wurde, waren gerade einmal 8 Boote (von 24 aus 6 Nationen) am Start. Die anderen hatten noch nicht einmal die Segel gesetzt. Offenbar waren einige Motten zu müde um rechtzeitig aufzustehen. An den folgenden beiden Wettfahrten nahmen 5 Teilnehmer überhaupt nicht teil.

Krönender Abschluss der Veranstaltung war eine von der Klasse inszinierte interne Siegerehrung auf der Clubterrasse, während einige Boote und die Wettfahrtleitung noch am Wasser waren ...