• Geschichte

Die Geschichte des SCT

Auszug aus der Festschrift von 1997 des damaligen Obmanns Franz Stummer:

Unsere zweite Jubiläumsfeier seit dem Bestehen des SCT veranlasst mich, die schönen und die ernsten Zeiten etwas zu überdenken. In 30 Jahren entstehen schon ein bisschen Geschichte und Tradition.

Die Geburtsstunde

hat 1966 bei einer kleinen Korsarregatta mit sechs Teilnehmern geschlagen. Diese Aktivitäten wurden fortgesetzt und in den Wintermonaten 1966/67 wurden im Rasthaus Ettinger Segelkurse abgehalten und Nachwuchs ausgebildet.

Im Mai 1967 wurde der Yacht Club Traunkirchen gegründet. Die Vereinsbehörde hat unser Ansuchen sofort genehmigt. Begeisterte Segler aus Gmunden, Altmünster und Ebensee kamen zu uns und sind dem neuen Club beigetreten. 1968 haben wir den Namen auf

Segelclub Traunkirchen

geändert, um in den ÖSV aufgenommen werden zu können. Unsere erste Veranstaltung durften wir "Internationale Traunkirchner Segeltage" nennen. Bei diesem Spektakel mit Regatta und gesellschaftlicher Veranstaltung haben wir den Sprung zum Breitensport Segeln geschafft. Die Beteiligung wurde immer größer, damit wuchs auch die Begeisterung und wir platzten aus allen Nähten. 

Die Behörde wollte uns von der Bräuwiese vertreiben, doch durch den Auftritt und unsere Demonstration bei der Sportplatzeröffnung Bräuwiese bekam unser Club mit Hilfe von Präsident Rudolf Trauner ein Fundament. Die Pläne wurden immer üppiger und wir planten ein

Clubhaus

um 4,5 Millionen Schilling. Präsident Rudolf Trauner hat uns zu allen Genehmigungen verholfen, es entstand eine Begeisterungswelle, sodaß sogar Leute, die keine Segler waren, spendeten und kostenlos arbeiteten. So wurden über 1000 m³ Erdreich bewegt, um darauf die gesamte Anlage mit Clubhaus, Kran- und Hafenanlage um 1,8 Millionen Schilling zu errichten. Die unzähligen Arbeitsstunden und Bauumlagen, die unsere Mitglieder erbrachten, waren die Pionierleistung für den heutigen Standard.

Schon nach der Eröffnung und Einweihung unseres neuen Clubhauses 1972 sind wir an ein großes Projekt herangegangen. Wir wollten unser Segelrevier an die Adria ausdehnen und versuchten eine Korsarregatta in Rovinj. Gleichzeitig haben wir in unserem Club auch mit B-Schein-Ausbildungen begonnen.

Yacht Club Austria

Die ersten Sitzungen und Grundgedanken für den YCA stammen aus unserem Vorstandszimmer. Der Grundstein des heutigen YCA (Yacht Club Austria) wurde also in unserem Club gelegt. Auch der heute noch aktuelle Clubstander wurde entworfen. Bei Klaus Krieger fanden wir sofort ein offenes Ohr. Mit seiner 25,5 m Ketsch "Komet V" machten wir unsere Ausbildung zur Seefahrt.

Ausblick 1997

Unsere Pläne für die weitere Zukunft sind in Bezug auf Expansion eher bescheiden und beschränken sich auf Werterhaltung, sportliche Tätigkeit, Jugendarbeit und Pflege der gesellschaftlichen Kontakte der Seglerfamilie.

Die Werterhaltung ist in diesem Fall an die erste Stelle gesetzt, weil durch unsere Anlagen der Sportbetrieb erst gesichert ist. Hier sind wir auch schon bei der Sorge, die uns sehr belastet.

Unser Clubhaus ist ein Pfahlbau, der, wie sich herausstellte, durch Stürme aus Nord und Ost in den 25 Jahren seines Bestehens sehr strapaziert wurde und nun Risse und Senkungen aufweist. Unser Ansuchen an den Naturschutz, den Bau eines Wellenbrechers zu genehmigen, wurde erst mündlich zugesagt, dann aber abgelehnt. Wir hoffen in dieser Frage natürlich noch auf Verständnis und Hilfe, damit wir unsere Sportstätte, die aus Traunkirchen nicht mehr wegzudenken ist, erhalten zu können.

Abschließend danke ich allen meinen Mitarbeitern im Vorstand, sowie den Mitgliedern und Freunden, die zum Weiterbestehen unserer traumhaften Anlagen und zur Clubkameradschaft auch für die Zukunft beitragen.