• 2012 Finn-SP am Mondsee

Gerhard Schwendt und Nik Lehner bei der Finn-Schwerpunkt beim UYCM

Kuriose Finn Schwerpunkt am Mondsee – statt Traunkirchner Segeltagen

Voller Freude auf eine schöne Regatta reiste ich zum Mondsee. Ein 29 Boote starkes Teilnehmerfeld mit ausländischer Beteiligung war angekündigt. Überraschend traf ich dort meinen Clubkollegen NIK, den ich eigentlich noch in Frankreich bei der Junioren Weltmeisterschaft vermutete. NIK fuhr die ganze Nacht  durch um am Mondsee dabei zu sein, jedoch schon in der ersten Wettfahrt brach ihm der Pinnenausleger  -  er konnte diese nicht beenden und fuhr dann anschließend nach Hause. Sportlich hat er  ohnehin nicht viel versäumt, wie sich später herausstellen sollte.

1. Wettfahrt – ein Monsterkurs...

wurde ausgelegt – in der Finnklasse unüblich, man konnte die Luvtonne nicht sehen. 2  "Staberl" bei unsicheren Windverhältnissen waren geplant – Target Time 50 Minuten, nach 40 Minuten eine Runde fertig glaubte ich schon an eine Bahnverkürzung – getäuscht: es ging noch mal "bergauf" zur Luvtonne. Platz sieben abgesichert mühte ich mich eben dorthin und glaubte zumindest dort die erlösende Flagge …. zu sehen. Wieder nichts – bei abflauendem Wind der schließlich ganz einschlief, ging es zur Leetonne und danach ins Ziel. Verschiebungen im Feld waren die Folge. Targettime überschritten  â€“  das Zeitlimit für den Zieldurchgang nach dem Ersten konnten nur acht Boote einhalten.  Hunger und Durst quälten, so dass keine Gedanken an Prodeste gegen diese Wettfahrt aufkamen.

2. Wettfahrt am falsche Ort, mit 2 Zielen...

Sonntag – 2. Wettfahrt –  10 Uhr auslaufen - schnell alles in den oberen Seeteil -  Wind wurde erwartet. Tatsächlich wehte dort Wind mit 3-4Bf. Eigenartiger weise wurde die Luvtonne genau an die Windkante gelegt, wo der Wind erst anfing – Grund: Batterie des Startbootes für Ankerwinde am Ende – daher Start im seichten Gelände mit Leichtwind. Nach dem Start fuhr das Startschiff nach Hause um die Batterie aufzutanken und gab dem Rest der Wassermannschaft die Anweisung das Ziel bei der Luvtonne nach eineinhalb Längen zu legen. Warum man bei der Leetonne allerdings die Flagge S zeigte und dadurch viele glaubten am Ziel zu sein ist vielen ein Rätsel geblieben. Durch schreien und deuten  fuhr das vordere Feld dann doch weiter, ehe es an der Luvtonne wiederum ein kurioses Ziel gab. Das mittlerweile für die 3. Wettfahrt verankerte Startschiff sollte nun das Ziel mit dem Schlauchboot bilden, welches die Zielflagge führte und ca. 20 Meter neben der Luvtonne stand. So fuhren völlig verwirrt einige zwischen Boje und Schlauchboot – andere zwischen Schlauchboot und Zielschiff durch.

3. Wettfahrt endlich regulär

Die dritte Wettfahrt wurde dann bei erträglichen Windverhältnissen gestartet und bei diesmal korrekter Kurslänge gefahren. Kurz nach dem das Feld durch das Ziel gegangen ist kam eine Gewitterfront – ich mit Leichtwindsegel unterwegs fuhr ans Land – Segel runter und ab ins Wasser, Boot halten – ein ungutes Gefühl bei Blitz, Donner und Sturmböen!

2. Wettfahrt annuliert

Später an Land angekommen, dann eine Prodestflut gegen die 2. Wettfahrt und Unmut über die groben "Schnitzer" der Wettfahrtleitung. Die 2. Wettfahrt wurde daher aus der Wertung genommen. Somit nur zwei Wettfahrten und dadurch keine gültige SP.

Mein Ergebnis: mit den Plätzen 14 und 5 ein Neunter Rang unter 29 gestarteten Booten.

Fazit:

Wettfahrtleiter sein ist schwer – für Unerfahrene um so mehr!

(Dennoch sollte man sich bewusst sein, dass es ohne Wettfahrtleiter  keine Regatten gäbe und auch wir Regattasegler am Wasser nicht fehlerlos sind.)