• 2012 Finn SP beim UYCT

Gerhard Schwendt und Nik Lehner bei der Finn Schwerpunkt in Gmunden

Gerhard Schwendt berichtet:

Traunseewoche FINN SP - Angewandte Mathematik

Die Wettervorhersage versprach schönes Wetter und der Windfinder prognostizierte flaue bis gar keine Winde für beide Tage. Der Wetterbericht hat gestimmt, der Windfinder nicht.

1. Wettfahrt: Niederwind, Verwirrung um Ziellinie

Recht früh am Samstag hat sich ein schöner Niederwind eingestellt und die Finnflotte lief pünktlich zum geplanten Start um 13:00 aus. Bei 10 – 15 Knoten Wind ging es auf den Kurs 2, also 2 x up and down und erster im Ziel nach einer knappen Stunde war Michael Gubi vor mir.  Die Ziellinie wurde gebildet von einer kleinen Barkasse (klar mit blauer Flagge gekennzeichnet)  und einem  Kugelfender und lag in Lee vom Startschiff. Das ist deshalb erwähnenswert, weil eine Gruppe von 6 Booten dann zwischen Barkasse und Startschiff durchgesegelt ist und somit das Ziel nicht passiert hat. Dazu später mehr.

2. Wettfahrt, zählen sollte man können: bis "3"

Der Wind hatte inzwischen noch eine Spur aufgefrischt und es ging direkt weiter mit dem zweiten Lauf. Diesmal Kurs 3 (!!), also 3 x up and down. Eine lebhafte Wettfahrt mit ständig wechselnden Führungen, was letztlich auch zeigt, dass die Leistungsdichte recht hoch ist. Als wir zum dritten Mal zum Leefass kommen führt Hartwig Gfreiner AUT 4. Hartwig geht ums Fass, luvt schulbuchmäßig an und geht auf die Kreuz. Einer nach dem anderem geht wieder hoch zum Luvfass. Bei der Luvtonne dann kurze Unruhe, da manche sich fragten, ob wir nicht schon zum vierten Mal hier oben seien.  In kompletter Verwirrung fahren alle einfach weiter und beenden die 4. (!!!!) Runde. Theoretisch ist das, von kleinen Positionsverschiebungen während der Extrarunde abgesehen, noch kein Problem. Allerdings war eine kleine Gruppe von 5 Booten am Ende des Feldes dann doch in der Lage bis Drei zu zählen und hat regelkonform die Wettfahrt nach der 3. Runde und somit weit vor dem Feld beendet. Wirklich geglaubt haben wir anderen Mathematik Nachhilfeschüler das allerdings erst, als wir die Ergebnisliste gesehen haben. Sei’s drum.

Wettfahrt 3, Nik muss aufgeben

Wettfahrt 3, wieder Kurs 3, noch eine Spur mehr Wind verlief dann weniger spektakulär mit Michael Gubi vor Gerd Wayrethmayr in Führung. Erwähnenswert hier, dass Nik Lehner AUT 251 leider mit gebrochenem Mastring aufgeben musste. Bis dahin hatte Nik extrem engagiert und schnell, allerdings leider auch extrem glücklos gesegelt. Er lag diverse Male in Führung um sie dann durch Kenterung oder anderes Ungemach wieder abzugeben.

Der Abend

war dann ähnlich lebhaft, wie die Wettfahrten. Die Segler, die im ersten Lauf das Ziel verpasst hatten waren regelkonform mit DNF gewertet. Leider waren nicht alle, denen das passiert war mit DNF gewertet, so dass die Betroffenen erstmal einen Protest gegen die Wettfahrtleitung eröffneten. Das Endergebnis war nicht 100% regelkonform, aber salomonisch und letzten Endes wohl die beste Lösung. Alle wurden in der Reihenfolge gezeitet, in der sie das Zielschiff passiert hatten. Dass es die falsche Seite war stellte keinen Vorteil gegenüber den anderen dar, daher diese pragmatische Lösung.

Alle anderen waren damit beschäftigt emotional und intellektuell die zweite Wettfahrt aufzuarbeiten. ‚Kann man da nicht doch noch einen Protest gegen die Wettfahrtleitung machen weil die Zielflagge nicht da war?‘ Oder: ‚ich bin mir 100% sicher das waren nur 3 Runden!!‘ Usw. usw…… Und alle die, die bis Drei zählen können erfreuten sich zu Recht an ihrer guten Platzierung. Am nächsten Morgen waren die Diskussionen dann schon von Einsicht in die eigene Mathematik Schwäche geprägt und es wurde eher über geeignete Hilfsmittel nachgedacht um solche Probleme in Zukunft auszuschließen.

Wettfahrt 4 am Sonntag

Das Wetter war noch eine Spur schöner als am Vortag und der Niederwind hat sich wieder aufgebaut, so daß es gegen 13:00 bei 10 – 15 Knoten Wind auf die 4. Wettfahrt ging. Wieder Kurs 3 und diesmal völlig korrekt ins Ziel. Wieder Michael Gubi vor Gerd Wayrethmayr.

Gesamtergebnis

Im Gesamtergebnis hat sich dann mehr oder weniger das gewohnte Bild eingestellt, weil die meisten ihren Rechenfehler streichen konnten.

Gesamtsieger: Michael Gubi vor mir und Gerd Wayrethmayr.

Dieser Bericht vom Klassenpräsi wurde von mir leicht abgeändert und ergänzt. Originalbericht befindet sich auf der Homepage der Finn-Klasse.