
- Regatten
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by gha
Event 1 (von 4): YC Velden (12.-14.6.2026)
Unser SBL Team berichtet beeindruckt von ihrem Debüt in der 1. SBL am Wörthersee.
Nach zwei lehrreichen und durchwegs erfolgreichen Saisonen in der 2. Segelbundesliga startete das Team SCT an diesem Wochenende in ein neues Kapitel, die 1. Segelbundesliga.
Das Team:
Position 1: Philip Lang (Steuer, Groß, Achterstag, Traveller)
Position 2: Max Kraus (Traveller, Gennaker, Trimm&Taktik,…)
Position 3: Torsten Balz (Teamleader, Fock, Tack, Baum, Wind&Feld,…)
Position 4: Marcel Geiger (Vorschiff, Gennaker, Up&Down, Gewichtstrimm, Wind&Feld,…)
Auch in der 1.Liga sind 18 Teams aus ganz Österreich am Start, allerdings gelten etwas andere, strengere Regeln:
* Gemischte Teams aus unterschiedlichen Clubs sind hier nicht erlaubt.
* es gibt 4 Events (statt 3): YCV, UYCAs, UYCT, UYCMo
* jedes Event dauert 3 Tage (Fr-So)
* Trainingsslots zur Vorbereitung dauern nur mehr 30min/Team am ersten Segel Tag.
Weiterhin gilt:
* Es wird auf 6 identen J70-Booten gesegelt, die den Teams laut Pairing List zugeordnet werden.
* 3 Wettfahrten ergeben einen Flight. Dann gibt es ein neues Zwischenergebnis.
* Wettfahrten dauern maximal 20 Minuten.
* Anzahl der Wettfahrten: so viele, wie möglich (keine Streicher)
* Kurs: Up&Down mit Leegate, Startlinie=Ziellinie
* Startzeit: 3 MinutenLiga Regeln:
* 2 Juryteams am Kurs. Proteste werden sofort entschieden (Green Flag: no penalty, Red Flag: 360°-Drehung, Black Flag: DSQ)
Mit gemischten Erwartungen reisten wir bereits am Donnerstag an, um am nächsten Tag akklimatisiert und fit zu sein. Unser Trainingslot um 9.30h war nur wenig aussagekräftig, weil 30 Minuten in der Flaute kaum Erkenntnisse zulassen. Deutlich aufschlussreicher war hingegen die Begrüßung, bei der wir erstmals alle Gegner zu Gesicht bekamen. Da beeindruckten Star-Teams wie der SCM (Mattsee), BYC (Rust), SCTWV (Achensee), UYCWg (Wolfgangsee), die seit Jahren die Szene dominieren und bereits Erfolge in der europäischen Champions League sammeln konnten. Aber auch andere Teams stachen mit Top-Crews (zT. mit Olympiateilnehmern) hervor.
Dennoch wurden wir beiden Aufsteigerteams (SCT sowie Yachtclub Velden Inklusion) freundschaftlich in der 1-Liga-Familie Willkommen geheißen. Schon im ersten Race des ersten Flights waren wir an der Reihe und sollten/wollten zeigen, dass unser Aufstieg verdient war. Mit einer Portion Selbstbewusstsein gingen wir also ins erste Race. Dank unserer Sponsoren Salt und Boote Stummer hatten wir ja bereits einen intensiven Trainingstag mit Coach Christian Kargl absolviert, viel gelernt und Routinen wieder aufgefrischt.
Nach selbstbewusstem Start, mit gutem Speed und solider Taktik holten wir uns zur allgemeinen und eigenen Überraschung gleich in der ersten Wettfahrt den ersten Sieg. Mit einem anschließenden dritten Platz im zweiten Flight waren wir plötzlich keine Unbekannten mehr und wurden auch an der Startlinie als ebenbürtige Gegner wahrgenommen und auch so behandelt.
Von nun an ernst genommen zu werden, hatte aber nicht nur Vorteile, denn nun wurden wir mit der wahren Dichte und Qualität des Felds konfrontiert. Alle Teams kamen zunehmend in Schwung, kleinste Fehler wurden sofort und beinhart bestraft (schlechtes Timing beim Start, ungünstige Annäherung bei der Luvtonne, unexakte Winkel auf der Vorwindkreuz,…). Immerhin schafften wir es den ersten Tag ohne Penalty hinter uns zu bringen. Nach 6 Flights und den Platzierungen 1-3-6-5-2-6 landeten wir Wichtigste Erkenntnisse danach waren:
- jeder kleinste Fehler wird bestraft
- wirklich jeder einzelne Punkt zählt
- „grundsätzlich“ können wir jedes Team schlagen
Nach dem gemeinsamen Segleressen ging es erschöpft zurück ins Quartier. Ausgiebiges Abendprogramm ist in der ersten Liga nicht üblich/möglich.
Am zweiten Tag ging es um 10 Uhr weiter, allerdings sollten die Wetter- und Windverhältnisse es schwierig machen viele zusätzliche Flights zusammen zu bringen. Nur dreimal kamen wir insgesamt aufs Boot und an die Startlinie. Mit den Plätzen 6-2-4 konnten und mussten wir leben, weil in den wechselhaften Bedingungen Freud und Leid sehr nah beieinander lagen.
Am dritten und letzten Segeltag ging es wieder um 10 Uhr los. Noch einmal galt es alle Reserven zu mobilisieren und voll anzugreifen. Dies sollte sich allerdings als schwierig erweisen. Zum einen ließ der Wind am Vormittag auf sich warten, zum anderen hatten all unsere Gegner scheinbar einen sehr ähnlichen Plan. Erst gegen Mittag kam endlich wieder Ostwind auf. Bei anfangs noch leichtem Wind kämpften wir um jeden einzelnen Punkt, endlich konnten wir uns auch Mal aus misslichen Situationen etwas nach vorne kämpfen. In den kurzen Pausen tauschten wir uns mit den Top-Teams aus und saugten jeden Tipp dankbar auf.
Als dann der Wind plötzlich auffrischte, wurde es noch einmal richtig spannend. Unserem Max war die Vorfreude anzusehen, das Gesicht von Steuermann Philip war da schon nachdenklicher. Unsere Erfahrungswerte bei stärkerem Wind halten sich derzeit in Grenzen. Allerdings kamen wir auch bei stärkerem Wind immer besser in Schwung und so konnten wir bei der allerletzten Wettfahrt des Tages noch einen souveränen zweiten Platz vor den Teams von Achensee und Mattsee herausholen. Nach den Tagesresultaten 5-4-4-5-2 landeten wir beim ersten Liga Event in Velden schließlich auf Rang 11.
Bei der Siegerehrung wurden wir von den anderen Teams mit lautem Applaus gefeiert und dürften wohl als vollwertiges Ligateam aufgenommen sein. Nach 14 Flights liegen wir nun im abgesicherten Mittelfeld. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze (13 Pkte) beruhigt vorerst, und auf die Top10 fehlt derzeit 1 Punkt. Das macht Lust auf mehr und motiviert uns für die kommenden Events. Nachlassen ist aber nicht erlaubt!
Herzlichen Dank an den Segelclub Traunkirchen, den wir stolz in der österreichischen Segelbundesliga vertreten. Vielen Dank auch den Sponsoren Salt und Boote Stummer, ohne die wir bei diesen nationalen Events nicht so fesch antreten könnten. Und an alle SCT-Mitglieder und Fans: vielen Dank fürs Mitfiebern und Daumendrücken
Euer Bundesliga-Team








